Dokumentation
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Glossar [S]

ScriptEin Script ist eine Textdatei in einer Programmiersprache, die interpretiert wird. Eine klassische Batch-Datei kann auch als Script bezeichnet werden. Scripts erlauben anhand von Bedingungen verschiedene Anweisungsreihenfolgen auszuführen. Eine Datensicherung kann zum Beispiel immer ausgeführt werden, wenn es sich um den Wochentag Montag und Donnerstag handelt. EULANDA unterstützt Scripts in Java, Visualbasic, SQL und Pascal.
ServicepackMit Servicepack (engl. Pack=Bündel) bezeichnet man bei großen Software-Produkten die Zusammenfassung (Kumulierung) vieler einzelner Programmupdates zu einem Komplettpaket. Typisches Beispiel ist das Betriebssystem Windows und der Microsoft SQL Server. Durch das Service Pack wird z.B. der Aufwand bei einer Neuinstallation reduziert, da nach der Installation des Hauptproduktes nicht mehr viele einzelne Patches hinter her installiert werden müssen, sondern nur noch das aktuell gültige Service Pack.
SFTPSFTP ist ein Dateiübertragungsprotokoll, das im Gegensatz zu FTP eine gesicherte Übertragung zur Verfügung stellt. Die Verbindung und die Übertragung erfolgen verschlüsselt. Es hat heute speziell im Bereich von EDIFACT Bedeutung und wird gerne verwendet um EDI-Dateien zwischen Partnern auszutauschen. Der Nachteil gegenüber AS2 ist, dass keine Empfangsbestätigung erhalten werden, und somit nicht sicher ist, ob der Partner die Datei fehlerfrei erhalten hat.
Sichten

Views (=Sichten) sind unterschiedliche (An-)Sichten auf die Daten. In deutschen SQL-Dokumentationen findet man daher anstatt des Begriffs „View“ oft den Begriff „Sicht“. Normalerweise sind die Daten in einer festen Struktur im Datenbankserver vorhanden. Bei EULANDA® besteht beispielsweise eine Artikeldatei aus der Artikelnummer, dem Matchcode, den Texten, den Preisen und anderen Feldern. Eine andere Sicht auf diese Tabelle könnte beispielsweise aus einer Untermenge der wirklichen Felder bestehen – also z.B. aus nur der Artikelnummer und dem VK-Preis; aber auch eine Kombination aus verschiedenen Tabellen ist möglich. So kann eine Sicht die MwSt-Tabelle, Erlös-Tabelle und die Artikeltabelle miteinander kombinieren und nach außen als eine gemeinsame neue Tabelle darstellen. Alle diese Kombinationen erlauben einen flexiblen Aufbau des Programms.

Bei Sichten (=Views) speichert der SQL-Server nicht die Originaldaten um oder legt eine neue Datei an, sondern bildet diese Sicht auf Anforderung des Clients „on the fly“. EULANDA® oder jede andere Anwendung wie Excel, Word oder ein externer Druckgenerator, können auf Sichten zugreifen, wie auf „normale Tabellen“.

Da Views im SQL-Server kleine Programme sind, die die Daten zusammenstellen, kann eine Sicht auch zusätzliche Felder enthalten, also Felder, die nicht in den Originaldaten enthalten sind. Dies könnten berechnete Felder sein, also Felder, die sich aus vorhandenen Feldern erst ergeben (Gesamtpreis = Menge x Einzelpreis), aber auch aus ganz anderen Tabellen der gleichen Datenbank kommen können. Ein Beispiel sind die „Offenen Posten“. Hier werden aus verschiedenen Tabellen die Informationen verglichen und neu zusammengestellt. Ein offener Posten ist eine Rechnung, zu der alle Zahlungen aus der Zahlungstabelle der betreffenden Rechnung zusammengezählt werden und in Abstimmung mit dem Rechnungskopfsatz gebracht werden. Ist die Summe aller Zahlungen nicht identisch mit dem Rechnungsbetrag, so ist die Rechnung offen. In diesem Fall erzeugt die Sicht einen Datensatz aus allen notwendigen Feldern, wobei der Kopfsatz durch Felder des Adressstamms, des Währungsstamms und anderer Tabellen ergänzt wird. Die so gewonnene Sicht wird an den Client, also die EULANDA® gesendet.

Sichten haben also den Vorteil, dass der Client bzw. die EULANDA® es einfacher hat, in genormter Weise auf Daten zuzugreifen. Erst hierdurch kann man es Fremdanwendungen leicht ermöglichen, ohne Kenntnis der internen komplexen Zusammenhänge auf aufbereitete Strukturen zugreifen zu können.

Ein wesentlicher Vorteil von Sichten ist es hierbei, dass sie helfen, Redundanzen zu vermeiden. Alle benötigten Informationen bestehen in guten Systemen nur einmal und werden über Sichten wunschgemäß und bedarfsorientiert zusammengetragen.

EULANDA® unterstützt durch verschiedene Sichten ein Schichtenmodell. Zu Originaltabellen, wie Artikel, Adressen, Rechnungen usw., gibt es MASTER-Sichten. Diese enthalten Zusatzinformationen, die aus oft benötigten Feldern errechnet und mit Informationen aus anderen Tabellen zusammengestellt werden. Die MASTER-Sichten sind für das normale Arbeiten zu komplex und unhandlich. Aus diesem Grund werden von ihnen Untersichten für die jeweilige Aufgabe abgeleitet. Ein Beispiel sind die PRINT-Sichten. Diese enthalten eine Untermenge von Daten aus Feldern der MASTER-Sicht. Wenn Sie eigene PRINT-Sichten ableiten, um beispielsweise Zusatzfelder einzubinden, oder gar Daten aus externen Dateien einbinden möchten, sollten Sie immer die PRINT-Sicht ableiten. Die PRINT-Sicht wird nach Möglichkeit bei Updates kompatibel gehalten, was bei den aufwendigen MASTER-Sichten nicht immer der Fall sein wird.

SNOMHersteller von IP-Telefonen.
SQL RegistryDie zentrale Einstellungs-Datenbank von EULANDA. Sie wird mit in der jeweiligen SQL-Datenbank, also pro Mandant, gespeichert. Sie besitzt eine hierarchische Struktur ähnlich der Windows-Registry. Die Ansteuerung erfolgt über den, in EULANDA integrierten, Editor (unter Systemverwaltung/SQL Registry). Alternativ gibt es auch API-Prozeduren im SQL-Server um die SQL-Registry zu verändern.
Stored ProcedureDies sind Programme, die in der Programmiersprache SQL erstellt sind und in der Datenbank abgespeichert werden. Diese können vom SQL-Server ausgeführt werden und sind deutlich schneller als interpretierter SQL-Quelltext. Zusätzlich lassen sich diese Programme auch in Serverereignissen z.B. ohne EULANDA-Programm ausführen.